Amnesty International Gruppe Bonn-Mitte

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Gruppe Bonn-Mitte

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Wir sind die Gruppe 1014 - Bonn-Mitte

Wir treffen uns jeden 2. und 4. Dienstag im Monat um 19:30 Uhr im Bezirksbüro, Heerstr. 30, in der Bonner Altstadt. Alle Interessenten sind herzlich eingeladen vorbeizukommen.


Lauf für die Menschenrechte


In Bonn engagiert für die Menschenrechte

„ Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen. “ Art. 1 Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

Dieses ausdrückliche Bekenntnis zu unveräußerlichen und für jeden geltenden Menschenrechten wurde am 10. Dezember 1948 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen in Paris verkündet. Doch immer noch werden die Menschenrechte nicht überall eingehalten: Folter, Todesstrafe, politischer Mord, grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe und das "Verschwindenlassen" von Menschen und Straflosigkeit von Tätern sind nur einige Beispiele. Um auf diese Missstände aufmerksam zu machen und ihnen entgegen zu wirken, wurde bereits vor über 40 Jahren unsere Amnesty International-Gruppe in Bonn gegründet. Seitdem setzen wir uns als Gruppe Bonn-Mitte (1014) für die Ziele von Amnesty International ein und beteiligen uns an Kampagnen und Aktionen zu verschiedenen Themen und Ländern.

Ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist seit einigen Jahren der Kampf gegen Menschenrechtsverletzungen im Iran. Hier verschlechterte sich nach den Präsidentschaftswahlen 2009 die Menschenrechtslage massiv. Um die Weitergabe von Informationen über die Proteste zu unterdrücken, verletzte die Regierung das Recht auf freie Meinungsäußerung durch Eingriffe in Handynetze, Telefonleitungen und Internetdienste sowie Publikationsverbote gegen iranische Zeitungen. Die Sicherheitskräfte, allen voran die paramilitärische Basij-Miliz, gingen oft mit unverhältnismäßiger Gewalt gegen Demonstrierende und Oppositionelle vor. Nach offiziellen Angaben wurden mindestens 40 Menschen seit den Wahlen bei Protesten und Demonstrationen getötet. Aufgrund ihres Protestes wurden über 5.000 Menschen inhaftiert, Geständnisse durch Folter erzwungen, 81 Menschen zu Langzeithaftstrafen verurteilt und zwei Menschen wurden hingerichtet. Um diese Missstände abzuschaffen, lenken wir die Aufmerksamkeit auch auf Einzelfälle. Konkret machen wir uns stark für die Entlassung gewaltloser politischer Gefangener. So wurde im Jahr 2008 der Menschenrechtsaktivist Abbas Lisani nach unseren Protesten aus der Haft entlassen. Er hatte sich für die Rechte der aserbaidschanischen Minderheit im Iran eingesetzt und war aufgrund dieses Engagements inhaftiert worden. Danach haben wir uns mehrere Jahre lang für die Freilassung von Mansour Ossanlu, einen Gewerkschafter, eingesetzt; auch er ist inzwischen frei gekommen. Der letzte betreute Gefangene war seit Anfang 2012 der arabisch-stämmige Journalisten Abolfazl Abedini Nasr. Derzeit setzen wir uns für religiöse Freiheiten von Minderheiten im Iran ein, insbesondere für die Religionsgemeinschaft der Bahá'í.


Um unsere Ziele zu erreichen, führen wir regelmäßig Aktionen durch. So

  • informieren wir an Ständen über Menschenrechtsverletzungen,
  • sammeln wir Unterschriften für Petitionen,
  • schreiben wir Appellbriefe an Regierungen,
  • organisieren wir den „Lauf für die Menschenrechte“,
  • veranstalten wir Lesungen,
  • gestalten wir Ausstellungen und
  • bitten um Spenden.